- Augen-Make-up & Augengesundheit: Die besten Tipps vom Augenarzt
Augen-Make-up & Augengesundheit: Die besten Tipps vom Augenarzt
Ein perfekter Lidstrich oder dicht getuschte Wimpern lassen die Augen strahlen.
Doch aus medizinischer Sicht birgt die tägliche Routine im Badezimmer oft unterschätzte Risiken für unsere Sehkraft. Winzige Farbpartikel, abgelaufene Produkte oder mangelnde Hygiene können Reizungen, das „Trockene Auge“ (Sicca-Syndrom) oder schmerzhafte Hornhautentzündungen auslösen.
Die goldene Regel für Kontaktlinsenträger
Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, ist die richtige Reihenfolge beim Styling entscheidend:
Erst die Linsen, dann das Make-up:
Setzen Sie Ihre Linsen immer mit gründlich gewaschenen Händen ein, bevor Sie Lidschatten oder Mascara auftragen. So verhindern Sie, dass Kosmetikpartikel unter der Linse eingeschlossen werden und die Hornhaut zerkratzen.
Erst die Linsen, dann das Abschminken:
Nehmen Sie die Linsen vor dem Reinigen des Gesichts heraus, damit sich keine Make-up-Reste oder öligen Reiniger auf dem Linsenmaterial festsetzen.
Tabuzone „Wasserlinie“
Der Eyeliner direkt auf der inneren Lidkante (der sogenannten Wasserlinie) ist ein absoluter Schmink-Klassiker – aus augenärztlicher Sicht jedoch tabu.
Das Problem:
Genau dort sitzen die Meibom-Drüsen. Diese produzieren den wichtigen Fettanteil unseres Tränenfilms, der verhindert, dass die Tränenflüssigkeit verdunstet.
Die Folge:
Blockieren Eyeliner oder Kajal diese Drüsen, drohen chronisch trockene, rote und brennende Augen. Ziehen Sie den Lidstrich daher besser immer außerhalb des Wimpernkranzes.
Achtung beim Abschminken:
Sanftheit schützt. Das abendliche Abschminken ist Pflicht, um den Tränenfilm über Nacht zu entlasten. Dabei kommt es auf die richtige Technik an:
- Kein wildes Rubbeln: Zu starkes Reiben schädigt die sensible Haut und zerstört die „guten“ Bakterien auf dem Augenlid, die als natürliche Abwehrbarriere gegen Krankheitserreger dienen.
- Die Wischrichtung: Bewegen Sie das Wattepad immer sanft von oben nach unten und von außen nach innen. Dadurch wird verhindert, dass gelöste Pigmente direkt in den Bindehautsack geschoben werden.
Kosmetika haben ein Verfallsdatum
Haben Sie sich schon einmal das kleine Tiegelsymbol auf Ihrer Mascara angesehen? Meist steht dort „6M“ oder „3M“ – das bedeutet, das Produkt ist nach dem Öffnen nur drei bis sechs Monate haltbar.
- Da Wimperntusche und Co. feucht sind, bilden sie einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze.
- Wichtig: Teilen Sie Ihre Augen-Make-up-Produkte niemals mit Freundinnen. Infektiöse Keime werden so in Sekundenschnelle von Auge zu Auge übertragen.
Wann müssen Sie zum Augenarzt?
Sollten nach dem Schminken Symptome wie anhaltende Rötungen, starkes Jucken, Fremdkörpergefühl oder eitriges Sekret auftreten, ist Vorsicht geboten. Setzen Sie Kontaktlinsen sofort aus und lassen Sie die Augen von einem Spezialisten untersuchen, um eine Bindehaut- oder Hornhautentzündung rechtzeitig zu behandeln.
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Augen-Make-up & Augengesundheit: Die besten Tipps vom Augenarzt
Ein perfekter Lidstrich oder dicht getuschte Wimpern lassen die Augen strahlen. Doch aus medizinischer Sicht birgt die tägliche Routine im Badezimmer oft unterschätzte Risiken für unsere Sehkraft.

Schlafen mit aufgesetzter Kontaktlinse – Was tun?
Stellen wir uns folgende Situation vor (vielleicht kennen Sie das ja?):
Sie wachen auf und merken, dass Sie vergessen haben, Ihre Kontaktlinsen vor dem Schlafengehen herauszunehmen.

Blaues Licht, Mythen und Wahrheit
Wann sollten wir uns Sorgen machen und wann nicht?
Bei längerer Nutzung von Computer, Smartphone oder Tablet sind wir blauem Licht ausgesetzt. Medienberichte legen nahe, dass dies die Sehkraft beeinträchtigen oder sogar zur Erblindung führen kann.