- Feuerwerk
Wenn Feuerwerk ins Auge geht
Warum Silvester ein hohes Risiko für Ihre Augen ist.
Bunte Lichtkugeln und glitzernde Funkenregen vor dunklem Nachthimmel, ausgelassene Menschen und die generationsübergreifende Vorfreude auf ein neues Jahr: In den letzten Jahren wurden in Deutschland jeweils über 130 Mio. € für privates Feuerwerk ausgegeben.
Frohe Silvesterfeiern aber können ernüchternd enden, wenn im wahrsten Sinne des Wortes „etwas ins Auge geht“. Wie viel Verletzungsrisiko für uns und andere nehmen wir für dieses explosive Silvestervergnügen in Kauf? Mit diesem Beitrag wollen die Augenärzte von Vision 100 Sie über Risiken und Schutzmaßnahmen aufklären.
Warum sind die Augen besonders gefährdet?
Beim privaten Abbrennen von Feuerwerkskörpern treten regelmäßig Verletzungen auf, neben Händen und Gesicht sind besonders die Augen betroffen. Die Bandbreite reicht von kleinen Reizungen der Augenoberfläche bis hin zu schwersten Bulbusverletzungen, die zum Verlust des Auges führen können. In spezialisierten Augenkliniken zeigen sich 10–40 % schwere Verletzungen, und bis zu 50 % dieser schweren Fälle müssen operiert werden.
Wer ist besonders betroffen?
Etwa 75 % der Betroffenen sind Jungen oder junge Männer. In vielen Fällen werden zudem unbeteiligte Zuschauer oder Passanten sogenannte „Bystander“, verletzt. Besonders alarmierend: Rund 40 % der Verletzten sind Kinder und Jugendliche, obwohl ihnen der Zugang zu Feuerwerk weitgehend untersagt ist. Diese Altersgruppe ist damit deutlich überrepräsentiert. Kinder tragen häufig beidseitige Augenverletzungen oder zusätzliche Hand- und Gesichtsverletzungen davon.
Welche Feuerwerkskörper verletzen am häufigsten?
- Kinder: vor allem durch Knallkörper / Böller
- Erwachsene: häufig durch Raketen
- Auch vermeintlich „harmlose“ Artikel wie Wunderkerzen oder Bengalische Lichter verursachen bis zu 30 % der Verletzungen. Sie brennen mit Temperaturen über 1000°C.
Wie schwer sind die Folgen?
Jeder vierte Patient erleidet eine schwere Augenverletzung, bei etwa 40 % bleiben dauerhafte Einschränkungen des Sehvermögens zurück. Weltweit erblindet etwa jeder zehnte Verletzte dauerhaft auf dem betroffenen Auge.
Warum passieren so viele Unfälle?
Studien zeigen, dass viele Verletzungen auftreten, weil:
- Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden,
- Feuerwerkskörper falsch verwendet oder manipuliert werden,
- Alkohol die Risikowahrnehmung beeinträchtigt,
- Minderjährige trotz Verbots Zugang zu Böllern erhalten,
- Zuschauer zu nah an Zündplätzen stehen.
Was empfehlen wir als Augenärzte?
- Kinder niemals unbeaufsichtigt mit Feuerwerk lassen.
- Sicherheitsabstand einhalten, auch und insbesondere als Zuschauer.
- Unbedingt Schutzbrille tragen.
- Feuerwerk nie aus der Hand zünden oder erneut anzünden.
- Alkohol und Pyrotechnik konsequent trennen.
- Bei jeder Verletzung sofort ärztlich vorstellen, keine Hausmittel anwenden.
Fazit
Feuerwerk ist kein harmloser Silvesterspaß. Viele Verletzungen entstehen völlig unerwartet, treffen Kinder oder unbeteiligte Zuschauer und können das Augenlicht dauerhaft schädigen. Wer Feuerwerk nutzt, trägt Verantwortung: für sich, für seine Familie und für alle, die sich in der Nähe aufhalten.
Ein einziger Moment der Unachtsamkeit kann zu lebenslangen Folgen führen.
Ihre Augenärzte von Vision 100 setzen sich dafür ein, dass Ihr Start ins neue Jahr gesund bleibt, mit klarer Sicht.
Alle Beiträge

OCT bei Diabetes
Was ist eine optische Kohärenztomographie (OCT) des Auges?
Die OCT (optische Kohärenztomographie) ist eine Untersuchung, die es dem Arzt ermöglicht, ein Schicht-für-Schicht-Bild der Netzhaut zu erstellen. Vereinfacht gesagt, zeigt das Gerät nicht nur die Oberfläche des Augenhintergrunds, sondern auch die innere Struktur der Netzhaut.

Katakarat
Katarakt (Grauer Star) ist eine Augenkrankheit, die zu einer Trübung der Augenlinse und damit zu einer verminderten Sehschärfe führt. Sie tritt meist im Alter auf, kann aber auch andere Ursachen haben. Katarakte gehen mit erhöhter Lichtempfindlichkeit und einer Verschlechterung des Sehvermögens einher.

Neue Brille
In den meisten Fällen dauert die Eingewöhnung nur wenige Tage.
Welche Probleme können beim Tragen einer neuen Brille auftreten?
Beim ersten Aufsetzen kann alles verschwommen erscheinen. Während der Eingewöhnungsphase können Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten.
Das ist völlig normal. Diese Symptome treten bei fast jedem auf, der eine neue Brille trägt, und klingen in der Regel nach einigen Tagen wieder ab.